stromereien 05- KünstlerInnen


Marina Belobrovaja / Valentin Altorfer / Frank Landes
(CH/D/RU/IL)

Marina Belobrovaja studierte an der UdK Berlin und an der HGKZ Bildende Kunst und Pädagogik. Seither arbeitet sie als freie Illustratorin für Zeitschriften, Postkarten und Comics in der Schweiz (u.a. Ideenfabrik-Brainstore Biel), Deutschland und Israel. Ihre Bildergeschichte "Das Tier" konnte sie in einem Sammelband (Hsg. Anke Feuchtenberger) veröffentlichen. Es folgten die Teilnahme an Gruppenausstellungen in der Galerie Westwerk Hamburg, im Kunsthaus ACUD Berlin und in der Comicbibliothek Renate Berlin. Im Bereich der Bildenden Kunst waren ihre Arbeiten und Performances u.a. in "Play" im Museum für Gestaltung Zürich, "from wild to white" im Kunstraum Whitespace Zürich, im Kunstraum Walcheturm, in "Expekt us" im migrosmuseum für gegenwartskunst, im Zentrum Judaicum, Tacheles und im Haus am Lützowplatz (alle drei in Berlin) zu sehen.

Frank Landes wurde zum Zimmermann und Schreiner ausgebildet und arbeitete handwerklich in diesem Bereich. Seit 2000 ist er als Ausstellungsgestalter und Museumstechniker in der Shedhalle tätig. Im Bereich der Ausstellungsgestaltung war er 2003 im migrosmueum für gegenwartskunst und für das Musikfestival "Musik Didactique" tätig.

Valentin Altorfer arbeitet als selbständiger Gestalter, Designer und Spezialeffekte-Experte u.a. für Werbe- und Spielfilme und Theaterproduktionen. Seine Arbeiten und Performances waren u.a. in der Gruppenausstellung "Skulptur + Komposition" in der Kaserne Zürich, im Rahmen der "Moments Musicaux" in der Gessnerallee, der Kunsthalle Bern und der Musikakademie Basel, an der Expo02 in Yverdon, an der der Gruppenausstellung "Schweiz" in der Comicbibliothek Renate Berlin und am Theaterspektakel Zürich (schwimmende Installation 1996) zu sehen. Er ist zudem für die Ausstattung bei Theaterprojekten tätig und zeichnet verantwortlich für die Gestaltung von Möbeleinzelstücken im Restaurant Les Halles und in der Galerie a16 Zürich.


Nik Emch & Thomas Ritter (CH)

Nik Emch studierte an der HGKZ Grafik, ist Mitbegründer der Bands und Performancegruppen "Playboys", "Minimetal" und "Supreme Psychedelic Underground" mit Thomas Ritter, Marky Edelmann und Pom, mit denen er weltweit Auftritte hatte. Seine Arbeiten zeigte er in Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland und konnte sechs LPs, diverse Editionen und eine Monografie veröffentlichen. Unterstützt wurden seine Arbeiten bislang mehrmals vom Eidgenössischen Stipendium, dem Zürcher Popkredit, durch ein Stipendium der Stadt Zürich und Migros Kulturprozent.

Thomas Ritter studierte Philosophie und Filmwissenschaften an der Universität Zürich und der Concordia University Montreal (CAN). Er ist Mitbegründer der Gruppe "Supreme Psychedelic Underground" und arbeitete konzeptionell in den Entwürfen einer Kollektion von Kazu Huggler mit. Als Drehbuchautor war er für den Spielfilm "Scho so" (auch Co-Regie) mit Thomas Thümena tätig und arbeitet seit Kurzem für Hugofilm Zürich. Im Kölnischen Kunstverein wirkte er an der Performance und Ausstellung "2 Positionen auf einmal" von Cosima von Bonin mit.


Kendra Walsh
(CH/USA)

studierte Tanz an der North Carolina School of the Arts und der School of American Ballet in New York. Sie hatte Engagements beim Miami Ballet, der Dance Brigade in San Francisco und verschiedenen Tanzgruppen in der Schweiz. 2000 wirkte sie in Kyle Bukharis "Staging Area" und 2004 in der Installation "Patterns of Behaviour CH Version 5" (2004) von Anne Lorenz im Tanzhaus Zürich mit. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freischaffende Tänzerin und Choreografin in der Schweiz. Ihre eigenen choreografischen Arbeiten sind "Moms" (1996), "Some Aspects of Lilly" (1997), "Lilly" (1998), "Walking Into Your Head" (2000), "Paradise" (2002) und "Spuren" (2003). Mit "Paradise" entwickelte sie eine eigenständige installative Tanzform, die sie für stromereien 05 weiterentwickelt.


Vreni Spieser
(CH)

studierte an der Schule für Gestaltung in Zürich und organisierte und leitete zusammen mit Monica Germann den Kunstautomat Zürich. Ihre Performances und Arbeiten waren u.a. im K3 Project space, im Kleinen Helmhaus, O.T. Raum für aktuelle Kunst Luzern, in Lausanne, in der Galerie Nord / Kunstverein Tiergarten, Milchhof Berlin, im Lothringer 13/LADEN München, in der Galerie Anton Weller Paris, in Machester, Ljubljana und an der Harvard University Boston zu sehen. Sie erhielt den Leistungspreis der Schule für Gestaltung Zürich, ein Weiterbildungsstipendium des Kantons Zug und mehrere Stipendien für bildende Kunst des Kantons Zürich. Auf Einladung der AFAA (Association Française d'Action Artistique) konnte sie drei Monate in Paris arbeiten, Atelierstipendien der Kantone Zürich und Zug ermöglichten ihr, in Paris weiterzuarbeiten und anschliessend für drei Monate nach Berlin zu ziehen.


Constanza Macras / Dorkypark
(ARG/D)

studierte Tanz und anschliessend Modedesign an der Universität Buenos Aires. Später setzte sie ihre Tanzausbildung am New Yorker Merce Cunningham Studio fort und arbeitete in Amsterdam, u.a. mit Ivan Kranmar, Glenn Eddy und Amanda Miller. Seit 1995 lebt und arbeitet sie als Performerin, Regisseurin und Choreografin in Berlin, wo sie 1997 ihre eigene Tanzkompanie tamagotchi Y2K gründete. Seit 2003 hat sie mit ihrer neuen Kompanie Dorky Park vielbeachtete Produktionen realisiert, u.a. "Mir: a love story" mit dem Theater am Halleschen Ufer, den sophiensaelen und Tanz im August und "Back to the Present" (2003), eine vierstündige Inszenierung in einem leerstehenden Berliner Kaufhaus. 2003 konnte sie mit Dorky Park das neu gegründete HAU in Berlin eröffnen und im Januar 2005 hatte ihre neueste Produktion "Big in Bombay" im Haus der Berliner Festspiele Premiere. www.dorkypark.org


Judith Huber (CH)

studierte Freie Kunst an der HGK Luzern. Seit 1996 ist sie als Künstlerin und Veranstalterin tätig und arbeitet u.a. in der Produktionsgemeinschaft zusammenstoss Luzern, als Assistentin im Bereich Video an der Schule für Gestaltung Luzern und im Theater Tuchlaube Aarau. Seit 2002 organisiert sie die Performancereihe im Kaskadenkondensator Basel. Ihre Performances, von denen sie einige mit Pascale Grau und Gabriela Gyr erarbeitete, waren u.a. im Ausstellungsraum Restitution Berlin, am Performancefestival Bone Bern, am La Bâtie Genf, Kunstpanorama Luzern, Dock 4 Kassel und K3 Zürich zu sehen. "FIZZICAL I" zeigte sie im Theater an der Winkelwiese, Theater Tuchlaube und im Kaskadenkondensator Basel.


The Five Andrews
(UK)

"To society, The Five Andrews are what a dream is to the daily round of activity." The Five Andrews sind eine vier-Mann-starke Company mit Basis in London: Charlie Meyrick, Nic Sandiland, Andrew Barker, Andrew Downs. Seit 1990 erarbeiteten sie rund 30 Performances im Kollektiv unter der allgemeinen Leitung von Andrew Barker, der ebenfalls für die Kostüme und die Ausstattung zuständig ist. Der Kurzfilm "Sprue" (2002) konnte am Dance Umbrella in London und anschliessend in Australien, Japan und Brasilien aufgeführt werden. Ihre visuellen Theater-Ereignisse basieren auf Bewegung, sie sind surreal, unter einer fröhlichen Oberfläche lauert jedoch ein hinterlistiger Untergrund. Seit mehreren Jahren werden The Five Andrews von den Ambient Soundscores des Komponisten Mark Horrocks begeleitet. www.thefiveandrews.co.uk


Wendy Houstoun
(UK)

lebt in London und hat sich experimentellen Bewegungs- und Theaterformen verschrieben. Mit ihren Solo-Stücken "Haunted, Daunted & Flaunted", "Happy Hour" und "The 48 Almonst Love Lyrics" tourte sie weltweit. Houstoun arbeitete mit Kompanien wie DV8 Physical Theatre und Forced Entertainment und kooperierte mit Choreografen, Performancekünstlerinnen, Autoren, Tänzerinnen und Filmemachern wie Nigel Charnock, Rose English, Jonathan Burrows, Tim Etchells, David Hinton und Rachel Krische. Sie feierte kürzlich mit dem Theater- und Videoprojekt "In the Dark" in Sydney Premiere. Gegenwärtig ist Wendy Houstoun mit "Bloody Mess" (Forced Entertainment) auf Tournee.


San Keller
(CH)

ist Konzept- und Aktionskünstler. Er studierte Bildende Kunst an der HGKZ und lebt und arbeitet zur Zeit in Zürich. Dieses Jahr realisierte San Keller bereits Projekte wie "Catalogue Raisonné" für das Zentrum Paul Klee, "Best of Hardau" für Kunst Öffentlichkeit Zürich, "Annunciation" für Sharjah Biennal oder "Tafelrunde" für das MAK Wien. Er stellte unter anderem bei "Galerie Brigitte Weiss" in Zürich, "Attitudes" in Genf, "Display" in Prag aus oder im "P.S.1 Contemporary Art Centre" in New York aus. Einige dieser Arbeiten sind im "San Calendar 2005" in Bild und Text präsentiert. Der Kalender kann bei sankeller@bluewin.ch bestellt werden.


Yan Duyvendak
(NL)

geboren in Holland, studierte an der Ecole Supérieure d'Art Visuel in Genf, lebt und arbeitet in Genf und Barcelona. Seine Performances konnte er schweizweit, in Spanien, Frankreich, Korea und Südamerika zeigen. Er performte an Institutionen wie La Bâtie in Genf, Zürcher Theaterspektakel, Centro Andaluz de Arte Contemporáneo Sevilla, Ecole supérieure d'Art Grenoble, Théâtre Arsenic Lausanne, Centre Georges Pompidou Paris, K3 Project Space Zürich, Musée d'Art Contemporain Lyon, seeyuatthepremierefair Berlin und Kunstmuseum Bern. Im Mai diesen Jahres war er in Zürich bereits in "Le look, c'est chic! Eine Messe" in der Roten Fabrik zu sehen. www.duyvendak.com


Hiroko Tanahashi
(JAP/D)

ist Absolventin der Filmhochschule Tisch School of the Arts der New York University (BFA) und des MFA Programms Multi Media Design and Technology der Parsons School of Design N.Y, wo sie sich auf Physical Computing (interaktive Medien-Kunstwerke) spezialisierte. Sie arbeitete als Bühnenbildnerin und Ausstatterin für Film und Theater, entwickelte zahlreiche Performances und Installationen, u.a. eine Serie mobiler "Tanabata"-Installationen in Berlin, Wien und Belgrad und die interdisziplinäre Tanzperformance "Bisscuit" in Dessau. Mit interaktiven Multi-Media-Performances und Tanzprojekten war sie ins Parsons Auditorium N.Y., zum SoloDuoFestival im Theater am Halleschen Ufer und ins Jüdische Museum Berlin eingeladen. Ihr neustes Projekt "Heavenly Bento" wurde auf der Bonn Biennale uraufgeführt und lief im Augst 2004 im Kommunikationsmuseum Berlin und 2005 am "Singapore Arts Festival". Parallel dazu zeigt sie ihre Installation "delicious moves" in der Berliner Galerie Zagreus Projekt. Frühere Versionen von "skinSITE" waren am City of Women Festival in Ljubljana und am Bangkok Fringe Festival vertreten. www.posttheater.com


Gaststube°perf°rmance
(CH/D)

Die in Zürich und Berlin lebenden Beatrice Fleischlin, Andreas Liebmann und Nicolas Galeazzi kollaborieren seit 2001 als Trio in verschiedener Formation und Aufgabenteilung unter dem Namen GASTSTUBE°perf°ormance. Das Kollektiv versteht sich als Labor zwischen den Kunstwelten und untersucht eine intermediale Arbeits- und Ausdrucksweise zwischen Bild, Text, Tanz, Theater und Musik. Die Performances von GASTSTUBE° sind sowohl Kompositionen wie Choreografien und Installationen zugleich, sind Forschungen auf formaler und inhaltlicher Ebene. GASTSTUBE°perf°rmance organisiert ANLÄSSE, Veranstaltungen, die Anlass geben zu Unterhaltung, Verunsicherung und Utopie, Kunstereignisse mit nachhaltig sozialem Potential. Zu ihren Arbeiten bisher gehören u.a. >ÖNGEL - Notschlafstelle zum Selberbasteln< Theaterdiscounter Berlin, >ÖNGEL-schöner wohnen für alle< (Rote Fabrik Zürich), >Der Gesang vom flexiblen Menschen< (dietheater Wien), >Was ich weiss< ein Oratorium für zwei Badewannen (stromereien 03) und >Frühlingserwachen< (Wismar). www.gaststube.org


Laura Kalauz
(ARG)

studierte Steptanz, Akrobatik, Ballett, Limón und Release Technique. 1998 unterbrach sie ihre Studien in Sciences of Social Communication an der Universität Buenos Aires und zog nach Europa, wo sie Tanz und Improvisation mit Nancy Stark Smith, David Zambrano, Eva Karzag, Eszter Gal, Hisako Horikawa und Steve Paxton studierte. 2003 graduierte sie an der Dansacademie Arnhem Holland. Als Tänzerin hat sie mit Sasha Peplayev, Felix Ruckert, Krööt Juurak und Brigitta Schrepfer gearbeitet, als Choreografin leitete sie die Living Room Dance Co., eine ortsspezifisch arbeitende Performancegruppe. Seit 2003 lebt sie in Zürich, wo sie mit Projekten wie "Don't miss the train" arbeitete, Workshops unterrichtet und mit ihren eigenen Solo-Arbeiten auftritt.