stromereien 09 - KünstlerInnen
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post theater [new york / berlin / tokyo] & Beatrice Fleischlin:
Fish-Tales: The Only Tuna
Der falsche Fisch am falschen Ort – Eine Performance über globale Zusammenhänge.
Die Schweiz fliegt Frischfisch aus aller Welt ein, um Sushi und andere Delikatessen geniessen zu können. Jedoch sind viele Fischarten aufgrund von Überfischung vom Aussterben bedroht. Doch es gibt Veruche, in Aquakulturen Hochseefische in der Schweiz heimisch zu machen.
So werden Thunfische von Schweizer Biologen so umgezüchtet, dass sie im Süsswasser überleben können. Einer dieser Thunfische ist aus seinem Labor am Zürichsee entwischt und lernt nun eine Welt kennen, in der er der einzige seiner Art ist …
Zentral steht der Zusammenhang zwischen Konsumverhalten und kultureller Identität in einer Welt, in der japanische Küche, der Pazifik und ein Voralpensee plötzlich benachbart sind. Was wissen wir über das, was wir essen – oder nicht essen – oder essen können?
Konzept, Leitung: Hiroko Tanahashi, Max Schumacher
Performance, Choreografie: Beatrice Fleischlin
Videokunst: Hiroko Tanahashi
Kostüm: Luzia Fleischlin
Sound Art: Sibin Vassilev
Hiroko Tanahashi
studierte Film und Multi Media Design in New York. Sie spezialisierte sich auf Physical Computing, d.h. interaktive Medien-Kunstwerke. Sie arbeitete als Bühnenbildnerin und Regisseurin für Film und Theater und entwickelte zahlreiche Performances und Installationen. Ihre Arbeiten wurden an internationalen Festivals und Häusern gezeigt. 2006 erhielt sie den Franklin Furnace Award, New York.
Max Schumacher
studierte Dramaturgie in Berlin und Performance Studies an der New York University. Er war Gast bei vielen internationalen Festivals. Seine interdisziplinäre Praxis beinhaltet eine grosse Bandbreite: Er erfand beispielsweise die Strandvölkerball-Weltmeisterschaft – Völkerball mit echten Völkern am Oststrand in Berlin (seit 2003 jeden Sommer. Neben der künstlerischen und kuratorischen Arbeit leitet Max Schumacher auch Workshops und hält Vorträge.
post theater
Das Kollektiv wurde 1999 von Max Schumacher und Hiroko Tanahashi in New York gegründet. Es versteht sich als Theatergruppe ohne Theater und ohne Gruppe – die Konstellation der Mitwirkenden ändert sich ständig. post theater beschäftigt sich mit Ideen über Identität und Technologie – im Spiel mit der Realität und dem Unechten wird das Publikum mit sinnbetörenden Erlebnissen in ihre Welt hineingezogen.
Beatrice Fleischlin
arbeitet als Performerin/Schauspielerin in verschiedenen Konstellationen und realisiert eigene Projekte. Der Hauptfokus ihrer künstlerischen Auseinandersetzung (seit dem Abschluss an der Hochschule für Musik und Theater Zürich im Jahr 2000) ist die “Zone dazwischen”, die Übergänge, die Interdisziplinarität. Es interessierte sie immer wieder, die Grenze von Darsteller und Rezipient, den Übergang von Realität und Fiktion zu befragen und die Möglichkeiten von Inszenierung, Installation und Interaktion auszuloten
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Bern, Kulturamt Pankow (Berlin), Fonds Darstellende Künste (Bonn), Der Regierende Bürgermeister - Senatskanzlei für Kultur (Berlin)
Koproduktion: SAIR Solyst Artist Residence (Dänemark), Tokyo Wonder Site (Japan), NES Skagaströnd (Island), Dock 11 und Radialsystem (Berlin)
Performance-Spaziergang C - Do 6. und Fr 7. August, 20 Uhr